Dass es nicht zur Verteidigung des bei der letzten WM in Eton errungenen Titels gereicht hat, stimmt kaum jemanden allzu traurig, zu dominant war der siegreiche kanadische Achter. Zudem war die Vorbereitung des Deutschland-Achter nicht optimal verlaufen, der Druck, unter dem die 8 Ruderer samt Steuermann Peter Thiede standen, war bei der Heim-WM ebenfalls enorm, so dass man mit diesem Silber-Platz sehr zufrieden sein kann.
Neben dem Achter-Silber gewann die DRV-Flotte an diesem Wochenende in München noch fünfmal Silber und dreimal Bronze. Gleichzeitig wurde in 12 von 14 olympischen Bootsklassen das Olympiaticket gelöst.
Aber auf dem Weg nach Peking liegt noch einige Arbeit vor der deutschen Mannschaft. So stehen am Ende in München zwar immerhin 9 Medaillen zu Buche, unter denen sich aber leider keine Gold-Medaille befindet. Die ehemals so erfolgreichen deutschen Ruderinnen und Ruderer sind ein wenig von der internationalen Konkurrenz nicht nur ein, sondern z.T. auch überholt worden.
Jedoch sollte einem nicht allzu bange werden in Hinblick auf die Olympischen Spiele. In der deutschen Mannschaft steckt eine Menge Potential, das ganz sicher in Peking in Medaillen umgemünzt werden kann. Bis dahin heisst es hart trainieren oder auch wie beispielsweise im Falle von Marcel Hacker aus den Fehlern zu lernen. Denn der deutsche Vorzeigeruderer möchte sicher nicht noch einmal in einem großen Finale der Konkurrenz so hinterher rudern wie am vergangenen Samstag, als er, als einer der Favoriten an den Start gegangen, nur Fünfter wurde.
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