Noch vor den Herren gingen am frühen Morgen deutscher Zeit die Damen auf ihre Verfolgungsjagd. Gejagt wurden die beiden Deutschen Kati Wilhelm und Simone Hauswald, die bekanntlich die Plätze 1 und 2 im Sprintrennen belegt haben.
Nicht mit auf die Verfolgung machen durfte sich die Titelverteidigerin Andrea Henkel, die im Vorfeld vom Rennen ausgeschlossen wurde. Beim Trockenschießen hatte sich bei der Oberhoferin ein Schuss gelöst, obwohl die Waffe eigentlich nicht hätte geladen sein dürfen. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, nur der Schreck dürfte wohl allen in die Glieder gefahren sein. Henkel wurde daraufhin regelkonform vom Rennen ausgeschlossen, musste ihre Siebensachen packen und das Rennen aus der Zuschauerrolle betrachten. Bitter für die Oberhoferin, aber die Sicherheit geht vor.
Das Rennen selber, bei dem – dieses sei am Rande erwähnt – alle Läuferinnen die korrekte Loipe wählten und nicht, wie manche ihrer männlichen Kollegen in der ersten Runde die kleine Abkürzung über die Brücke, brachte ein häufiges Wechseln der Führungspositionen, was bei 4 Schießeinlagen bekanntermaßen häufig der Fall ist. Zwischenzeitlich lagen sogar alle vier an den Start gegangenen Deutschen unter den ersten Fünf. – Da durfte man auf mehrfaches Edelmetall hoffen. Aber die auch heute wieder windige Angelegenheit am Schießstand wirbelte das Klassement beim letzten Schießen nochmals kräftig durcheinander: Am besten kam die Schwedin Helena Johnson davon, die als erste auf die letzte Schleife ging. Sie sollte von ihren Konkurrentin dann auch nicht mehr eingeholt werden und durfte ihren ersten Weltmeistertitel bejubeln. Auf Platz zwei kam mit Kati Wilhelm die erste Deutsche ein, die sich nach Gold im Sprintrennen über diese Silbermedaille sehr freute. Bronze ging, wie schon im Sprint, an die Russin Olga Zaitseva.
Martina Beck kam als zweitbeste Deutsche als Sechste ein. Magdalena Neuner, zwischenzeitlich in aussichtsreicher Position liegend, wurde beim letzten Schießen, wie viele andere auch, Opfer des Windes und musste viermal in die Strafrunde. – Das war das Aus ihrer Medaillenträume. Aber nicht nur das: Die Wallgauerin stürzte auf der letzten Abfahrt unglücklich und kam so abgeschlagen als 11. im Ziel ein. Dieses Ergebnis ist sicherlich ein wenig enttäuschend für die sechsfache Weltmeisterin, aber in erster Linie dürfte sie froh sein, dass sie sich bei diesem Sturz nicht verletzt hat und auch ihre Waffe unversehrt geblieben ist.
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