Samstag, 9. Februar 2008

Weltmeistertitel für Andrea Henkel

Zum Auftakt der Biathlon-Weltmeisterschaften in Östersund gab es gleich die erste Gold-Medaille für Deutschland: Andrea Henkel sicherte sich im Sprintrennen den Weltmeistertitel!
Die Weltcupgesamtsiegerin des vergangenen Jahres blieb bei beiden Schießeinlagen fehlerfrei und legte damit zusammen mit ihrer wieder einmal exzellenten läuferischen Verfassung den Grundstein für ihren Erfolg.
Silber ging an die Rückkehrerin Albina Ahatova aus Russland, Bronze holte die Ukrainerin Oksana Khvostenko. Beide blieben wie Henkel fehlerfrei.

Bei den übrigen deutschen Starterinnen lief es am Schießstand nicht ganz so gut. Katrin Hitzer mit insgesamt 3 Schießfehlern kam als zweitbeste Deutsche auf dem 12. Platz ein. In der Loipe war sie mit der insgesamt zweitbesten Laufzeit bestens unterwegs und ist daher zurecht optimistisch für den morgigen Verfolger.
Exzellent in der Loipe ist es auch einmal mehr für die Titelverteidigerin Magdalena Neuner gelaufen. Und auch nach dem Liegendschießen, das sie fehlerfrei absolvierte, lag sie noch ganz vorne mit im Rennen. Leider unterliefen ihr beim Stehendanschlag vier Schießfehler, die alle Medaillenträume zunichte machten. Platz 17 am Ende für das heutige Geburtstagskind.

Spannnend machten das Rennen zum Ende hin noch einmal zwei Russinnen, die anders als die deutschen Biathletinnen, die allesamt in Startgruppe 1 und 2 unterwegs waren, eine hintere Startgruppe gewählt haben:
Ekaterina Iourieva lag nach dem Liegenschießen sogar noch knapp vor Magdalena Neuner und deutlich vor der späteren Weltmeisterin Andrea Henkel. Beim Stehendschießen unterliefen der Russin jedoch zwei Schießfehler, so dass feststand, dass diese Russin keine Gefahr mehr für Andrea Henkel darstellen konnte. Iourieva landete im Endklassement auf Rang 9.
Aber da war ja noch ihre Landsfrau Swetlana Sleptsova, die mit der hohen Startnummer 96 ins Rennen ging: Beim ersten Schießen ebenfalls fehlerfrei lag sie bis zum Stehendanschlag nahezu zeitgleich mit Andrea Henkel im Rennen. Glück für die Großbreitenbacherin, dass Sleptsova stehend eine Scheibe stehen ließ. So musste aus deutscher Sicht nicht mehr gezittert werden, Sleptsova wurde Sechste, und Henkel konnte über Gold jubeln!

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