Sonntag, 24. Februar 2008

Österreich dominiert Skiflug-WM

Die österreichischen Adler haben sich endgültig zu den Herren der Lüfte hinaufgeschwungen. Nachdem Gregor Schlierenzauer am gestrigen Samstag mit zwei exzellenten Flügen souverän Skiflugweltmeister vor seinem Landsmann Martin Koch und dem Finnen Janne Ahonen werden konnte, hat das Österreichische Team beim heutigen Mannschaftsentscheid die Konkurrenz regelrecht deklassiert. In der Besetzung Martin Koch, Thomas Morgenstern, Andreas Kofler und Gregor Schlierenzauer lagen sie nach 8 Sprüngen über 76 Punkte vor den zweitplatzierten Finnen - eine Welt. Gregor Schlierenzauer ist damit nicht nur mit seinen 18 Jahren jüngster Skifkugweltmeister der Geschichte, sondern sogar jüngster Doppelweltmeister der bisherigen Skiflugweltmeisterschaften!

Hinter den Finnen holten sich die Norweger Bronze. Lange Zeit haben sie sich einen spannenden Kampf mit den Finnen geliefert, aber auf der Zielgerade dann doch deutlich das Nachsehen gehabt. Möglich, dass der enttäuschende vierte Rang von dem zur Halbzeit im Einzelwettbewerb führenden Bjoern Einar Romoeren, die ganze Mannschaft im entscheidenden Moment etwas gelähmt hat.

Vierte wurde das deutsche Team, das damit die angestrebte Platzierung erreicht hat. Zu groß sollte die Freude jedoch nicht sein, haben sie doch auch von Patzern der direkten Konkurrenz profitiert. Jedoch darf auch das heutige Auftreten von Martin Schmitt, der im zweiten Durchgang nochmals über die magische 200m-Grenze flog, als Lichtblick gewertet werden. Auch der zweite Durchgang von Michael Uhrmann war annehmbar, nur leider gelingt es dem Rastbücheler in dieser Saison zu selten, zwei derartige Sprünge zu erbringen.

Die Trainerdiskussion im deutschen Team dürfte in jeden Fall durch die Leistungen bei der Heim-WM wieder entfacht worden sein. Man mag sich fast wünschen, dass diesem Thema nun endlich ein Ende gesetzt wird, wird doch nun schon seit mehr als einem Jahr darüber diskutiert, ob Rohwein noch der richtige Mann auf dem richtigen Posten ist. Man wird dieses Themas langsam müde. Es mag sein, dass momentan nicht so recht ein Nachfolger in Sicht ist. Aber eigentlich müsste der Posten des deutschen Skisprungbundestrainers ein heiß begehrter sein, der DSV sollte daher auch ruhig wagen, einen ausländischen Trainer zu verpflichten. Andere Nationen machen es vor, wie es geht. Ist denn nicht schließlich mit Mika Konjonkoski seit Jahren ein Finne im Mutterland des Skispringens, in Norwegen, sehr erfolgreich Hauptverantwortlicher?!

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