Die beiden ersten Läuferinnen, Martina Glagow und Andrea Henkel, hatten ihre Aufgabe perfekt gelöst und alle 10 Scheiben jeweils abgeräumt. Andrea Henkel übergab mit ca. 50sec Vorsprung auf die Massenstart-Weltmeisterin des Vortages, Magdalena Neuner. Zu diesem Zeitpunkt lag der große Rivale, die russische Staffel, bereits abgeschlagen zurück. Die zweite Starterin Albina Ahatova musste aufgrund eines Defekts an ihrer Waffe auf das Ersatzgewehr wechseln und verlor dabei deutlich an Boden.
Magdalena Neuner, Deutschland's dritte Starterin, legte in der Loipe wieder richtig los und konnte so immer wieder Zeit auf ihre direkten Verfolgerinnen, die Ukrainerinnen und Sloweninnen, gut machen. Am Schießstand lief für die nun sechsfache Weltmeisterin aus Wallgau nicht alles nach Wunsch: 2 Fehler im Liegendanschlag und gar eine Strafrunde im ungeliebten Stehendschießen sind nicht das Gelbe vom Ei, jedoch konnte sie aufgrund ihrer Laufleistung Schlussläuferin Kati Wilhelm mit knapp 1 Minute Vorsprung in die Loipe schicken.
Kati Wilhelm, Deutschland's routinierte Schlussläuferin, war in der Loipe, wie während der gesamten WM, wieder sehr gut unterwegs, musste aber sowohl beim Liegend- als auch beim Stehendanschlag zweimal nachladen. Dadurch kam die Ukraine, vertreten durch die bereits zweifach Bronze-dekorierte und heute grandios schnell und sicher schießende Oksana Khvostenko, noch einmal auf knapp 13sec an die deutsche Staffel heran. Aber Wilhelm legte eine schnelle letzte Runde in den Schnee von Östersund und lief so der sicheren Goldmedaille entgegen! - Deutschland hat damit seinen Titel erfolgreich verteidigt und die fünfte und wichtigste Staffel der laufenden Saison gewonnen.
Hinter der Silber-dekorierten urkainischen Staffel gab es einen erbitterten Kampf um Bronze: Plötzlich waren die Russinnen wieder da. Ekaterina Iourieva verließ nach dem Stehendanschlag den Schießstand als Vierte, lief aber schon kurz danach an der noch vor ihr liegenden Weissrussin vorbei. Mit knapp 16sec Rückstand auf Iourieva verließ Frankreich's Sandrine Bailly den Schießstand, und sie schaffte das Unglaubliche! Sie holte nicht nur den Rückstand auf Iourieva, die bekanntermaßen ebenfalls eine erstklassige Läuferin ist, auf, sondern zog sogar in einem beherzten Schlussspurt an der Russin vorbei und sicherte Frankreich trotz insgesamt zweier Strafrunden und 13 Nachladern für die Mannschaft sensationell die Bronzemedaille.
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