Auf der Zielgeraden des Massenstart-Rennens sah es beinahe schon nach einer Wachablösung aus: Svendsen und Bjoerndalen waren nach dem letzten Schießen allein unterwegs und belauerten sich regelrecht. Bjoerndalen versuchte ähnlich wie Magdalena Neuner gestern ein paar 100m vor dem Ziel die Entscheidung zu suchen, aber Svendsen blieb dran. Auf der Zielgeraden zog der neue Massenstart-Weltmeister dann in beeindruckender Weise an dem erfolgreichsten Biathleten vorbei - er ist verdienter Sieger!
Bronze ging an den Russen Maxim Tschudov, der in der Loipe wieder einmal exzellent unterwegs war, aber mit drei Strafrunden zweimal mehr daneben schoss als die beiden vor ihm platzierten Norweger und so kaum Chancen hatte, noch weiter nach vorne zu laufen.
Das Massenstart-Rennen spiegelte den Verlauf der Weltmeisterschaften wieder: Unter den ersten sechs lagen drei Norweger und drei Russen.
Als bester Deutscher kam Michael Greis nur auf dem 13. Platz ein. Der Titelverteidiger hatte sich bereits nach den ersten beiden Liegendanschlägen mit je 2 Fehlern aus dem Rennen geschossen. Dass Greis jedoch nicht aufsteckte, sondern weiterkämpfte und von dem zwischenzeitlichen 29. Platz mit zwei fehlerfreien Stehendschießen noch fast einen Top-Ten-Platz erreichte, spricht für seinen Einsatz und Willen.
Nichtsdestotrotz bleibt unter dem Strich trotz der einen Bronzemedaille durch Alexander Wolf in der Verfolgung eine eher ernüchternde Bilanz in den Einzelwettbewerben. Läuferisch waren die deutschen Herren nicht schlecht unterwegs und konnten durchaus mit der Weltspitze mithalten, aber am Schießstand unterliefen leider zu viele Fehler. So auch heute: Alexander Wolf wurde mit drei Schießfehlern 14., Andreas Birnbacher schoss viermal daneben und kam zwei Plätze hinter Wolf ein, einen Platz vor Daniel Graf mit drei Strafrunden. Michael Rösch schoss gar 6 Fahrkarten und lief resigniert als 28. über die Ziellinie.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen