Beide Nationen hatten am Ende 116 Punkte und 4 Einzelsiege auf ihrem Konto. Die größere Anzahl an zweiten Plätzen gab letztendlich den Ausschlag für den Sieg der französischen Mannschaft. Dritter wurde Polen.
Bereits am ersten Tag konnten die deutschen Herren durch Eike Onnen und Peter Sack zwei Einzelsiege verbuchen. Dieses wiederholten am heutigen zweiten Tag Tim Lobinger mit übersprungenen 5.70m im Stabhochsprung und ein wenig überraschend Filmon Ghirmai im 3000m Hindernislauf.
Erwähnenswert ist darüber hinaus der dritte Platz des 800m Läufers Robin Schembera, der erst kurz vor der Ziellinie noch knapp abgefangen wurde - den Sieg bereist vor Augen.
Einen zweiten Platz gab es ebenfalls für Robert Hurting im Diskuswurf und die 4x400m Staffel.
Die Damen konnten den zwei Einzelsiegen des Vortages von Europarekordlerin Christina Obergföll und Franka Dietzsch leider keinen weiteren Einzelsieg folgen lassen.
Betty Heidler und Petra Lammert, beide mit Siegambitionen an den Start gegangen, wurden beide ebenso Zweite wie Sabrina Mockenhaupt über die 5000m.
Am Ende stand ein dritter Gesamtrang für die deutsche Damenriege zu Buche. Damit haben auch sie das Ergebnis des Vorjahres von Malaga, wo sie fünfte wurden, deutlich verbessert, den angestrebten zweiten Platz jedoch deutlich verpasst. Überlegene Siegerinnen wurden die Russinnen mit 20 Punkte Vorsprung auf die zweitplatzierten Französinnen.
Dieser dritte Platz der Damen sowie vor allem der zweite Platz des deutschen Herren-Teams verbunden mit den z.T. sehr guten Einzelleistungen sind als Erfolg für den DLV zu werten. Der Aufwärtstrend der letzten Europameisterschaften scheint sich damit in der Tat fortzusetzen, es muss nicht bange sein im Hinblick auf die WM in Osaka. Nicht, dass es einen Medaillenregen geben wird, nein, damit ist nicht unbedingt zu rechnen. Aber mehr als zwei Medaillen wie in Athen 2004 werden es sicher werden.
Positiv am Europacup ist in jedem Fall die Tatsache zu werten, dass viele der DLV-Athleten bei diesem Europacup ihre Leistung abrufen und bestätigen konnten. Dieses war in der Vergangenheit häufig das Problem der deutschen Mannschaft bei großen internationalen Wettkämpfen.