Mit diesem vor allem für italienische Radprofis prestigeträchtigen Sieg hat der Fahrer vom Team Liquigas gleichzeitig die Führung in der Pro-Tour-Wertung von seinem Landsmann Davide Rebellin übernommen. Da di Luca jedoch nicht bei der Tour de France startet wird, vor allem da er von der Tour-Direktion wegen seiner Verstrickungen in eine Dopingaffäre um den italienischen Mediziners Carlo Santuccione aus dem Jahre 2004 im Fahrerfeld nicht gewünscht ist, bleibt abzuwarten, ob er die Pro-Tour ein zweites Mal nach 2005 gewinnen kann.
Auch Danilo di Luca haftet damit ein Dopingmakel an, wie so vielen Radprofis derzeit.
In Kürze soll gegen ihn sowie seinen Landsmann Eddy Mazzoleni, den Drittplatzierten des Giro's, ein Verfahren eröffnet werden, das ihre Verstrickungen in die Dopingaffäre aus dem Jahre 2004 klären soll. Bereits während des Giro's wurden darüber hinaus vor allen von diesen beiden Fahrern unangekündigte Dopingproben genommen, dessen Ergebnisse in Kürze vorliegen sollen.
Da inzwischen nur zu gut bekannt ist, was solche Proben ergeben können, sollten diese Ergebnisse zunächst abgewartet werden. - Man denke nur an die positiven Dopingbefunde während der letztjährigen Tour de France bei Floyd Landis, die ihm aller Wahrscheinlichkeit nach seinen Tour-Sieg kosten werden, auch wenn das Urteil noch aussteht.
Aber eines steht bereits jetzt fest, auch wenn die Ergebnisse anstandslos sein sollten: Der Zweifel, ob der Sieg mit sauberen Mitteln errungen wurde, fährt immer mit.
In den heutigen Tagen kann sich wohl niemand vollständig frei davon machen, nicht doch in jedem Fahrer, in jedem Sieg ein potentielles Dopingvergehen zu sehen, vor allem dann, wenn besagter Fahrer in der Vergangenheit bereits auffällig war. Dieses ist sehr tragisch für den Radsport, aber nach den Enthüllungen und Aufdeckungen des letzten Jahres und vor allem der letzten Wochen, muss dieses einfach in Betracht gezogen werden!
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