Nach der Abfahrt, dem Part 1 der Super-Kombination von Crans Montana, lag sie noch auf dem vierten Rang, deutlich distanziert von ihrer ärgsten Rivalin, der US-Amerikanerin Lindsey Vonn, die das Abfahrtsrennen deutlich für sich entscheiden konnte. Vonn hatte wieder einmal bewiesen, dass sie derzeit die beste Abfahrerin im Skizirkus ist.
Die Ausgangslage für Maria Riesch vor dem Slalom war klar: Sollte Vonn diese Super-Kombination gewinnen, müsste Riesch Zweite werden. Ein dritter Rang hätte nicht gereicht, sie wäre zwar punktgleich mit der US-Amerikanerin gewesen, hätte aber in der Gesamtwertung aufgrund der geringeren Anzahl an Siegen, den Kürzeren gezogen. - Für Spannung war also gesorgt, als Riesch als viertletzte Läuferin den Slalom in Angriff nahm.
Die Partenkirchenerin machte ihre Sache gut und kam mit Bestzeit ins Ziel. Die Schwedin Anja Pärson verdrängte sie jedoch sofort wieder vom Top-Platz. Den Platz an der Sonne gab Riesch aber dennoch nicht mehr her, da ihre Freundin Lindsey Vonn auf Rang drei zurückfiel und damit Riesch's ersten Gewinn im Gesamtweltcup ermöglichte. Dieser Triumph war der erste Sieg im Disziplinweltcup für den DSV seit sechs Jahren. 2002 triumphierte zuletzt Hilde Gerg im Super-G-Weltcup.
Im Gesamtweltcup verbesserte sich Maria Riesch durch ihren heutigen zweiten Platz auf eben diesen. Sie liegt nun mit 157 Punkten Rückstand auf Lindesy Vonn in Lauerstellung, dürfte aber nur durch einen Patzer der US-Amerikanerin bei den noch ausstehenden vier Rennen eine Chance auf den Sieg im Gesamtweltcup haben. Hinter ihr liegt zudem die Österreicherin Nicole Hosp mit nur 21 Punkten knapp zurück. Für Spannung beim Weltcupfinale im italienischen Bormio ist somit immer noch gesorgt.
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