Auf der von ihm ungeliebten Schanze ließ der Mann aus Lahti der Konkurrenz keine Chance und dominierte beide Durchgänge. Er sicherte sich den Sieg vor zwei Norwegern, vor Anders Bardal und Tom Hilde. Sicherlich Seltenheitswert in dieser Saison hat die Tatsache, dass mit Gregor Schlierenzauer als Viertem kein Österreicher auf dem Podest steht, da auch Gesamtweltcupsieger Thomas Morgenstern über den 8. Platz nicht hinaus kam. Sechster und damit einen Platz schlechter als der Sieger des Vortages, Janne Happonen, wurde Martin Schmitt. Der Furtwängler lag nach dem ersten Durchgang sogar noch aus dem dritten Rang, aber auch der sechste Platz ist bemerkenswert. Es ist Martin Schmitt zu wünschen, dass er endlich wieder den Anschluss an die Weltspitze findet.
Denn ohne einen Martin Schmitt sieht es trotz des dritten Rangs in der Gesamtwertung der Vierschanzentournee durch Michael Neumayer eher düster aus. Licht und Schatten liegen zu nah beieinander, zu selten gelingen wirklich zwei gute Durchgänge. So lag Michael Neumayer nach dem ersten Durchgang noch auf Rang 6, stürzte aber aufgrund eines schwachen 2. Sprungs auf Platz 17 ab.
Es erreichten zwar mit Georg Späth, Jörg Ritzerfeld und Michael Uhrmann drei weitere Deutsche den 2. Durchgang, was grundsätzlich schon positiv zu bewerten ist, aber sie fanden sich allesamt leider auf dem letzten Tableau wieder: Die Plätze 27 bis 29 standen am Ende zu Buche.
So sieht es immer noch nicht allzu rosig aus im deutschen Skisprunglager. Und auch um die Person des Noch-Bundestrainers Peter Rohwein ranken sich inzwischen mehr als nur Gerüchte. Es scheint klar, dass es nach dieser Saison eine Zäsur geben wird, ein Neuanfang soll gemacht werden, mit einem neuen Bundestrainer. Momentan spricht vieles für den derzeit noch bei den Kombinierern in Lohn und Brot stehenden Andreas Bauer. Ob der ehemalige Sieger des Neujahrsspringens aber tatsächlich den Job des Bundestrainers übernehmen wird, bleibt zunächst abzuwarten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen