Der Italiener Alessandro Ballan vom Lampre-Team setzte am Fuß dieser brutalen Kopfsteinpflaster-Steigung an und ließ das gesamte Feld hinter sich. Leif Hoste, der Belgier vom Lotto-Team, konnte am besten folgen, und bildete zusammen mit Ballan fortan das Führungsduo auf diesen letzten Kilometern. Beide konnten etwa 20 Sek zwischen sich und die Verfolgergruppe legen, in denen sich neben dem großen Favoriten, Tom Boonen, auch Weltmeister Paolo Bettini und Zeitfahrweltweltmeister Fabio Cancellara, der bis kurz vor der Mur das Rennen durch einen beherzten Antritt über knapp 20km bestimmt hatte, befanden.
Tom Boonen war im Vorfeld von den meisten als größter Favorit eingeschätzt worden. Der Weltmeister aus dem Jahre 2005 hatte die Flandern-Rundfahrt bereits in den beiden vergangenen Jahren für sich entschieden. Sollte er als bislang zweiter Radfahrer diesen Klassiker zum dritten Mal in Folge gewinnen?
Aber die beiden Führenden konnten nicht mehr gestellt werden: Alessandro Ballan und Leif Hoste gingen gemeinsam auf die letzten Meter, Ballan wie zumeist seit Gerardsbergen, in Front. Dann kam Leif Hoste, der zweimalige Zweite der Flandern-Rundfahrt von 2004 und 2006, aus seinem Windschatten geflogen und sah schon wie der sichere Sieger aus. Aber Ballan konterte und sicherte sich den ersten großen Sieg seiner Karriere. Der als Nachfolger des Weltmeisters Bettini gehandelte Ballan ist verdienter Sieger der diesjährigen Flandern-Rundfahrt! Es ist zwar bitter für Leif Hoste, zum dritten Mal auf dem zweiten Platz zu landen, aber Ballan hat diesen Sieg eindeutig mehr verdient, da er den Großteil der Führungsarbeit geleistet hatte!
Deutsche Fahrer spielten in der Schlussphase des Rennens leider keine entscheidende Rolle: Markus Burkarth von T-Mobile kam als bester Deutscher auf Rang 13. Der ebenfalls mit Ambitionen an den Start gegangenen Milram-Profi Erik Zabel schied vorzeitig bei einem Sturz aus dem Rennen aus, bei dem er sich ersten Informationen zufolge nicht schwerer verletzte.
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