Peter Prevc hat mit zwei erstklassigen Sprüngen seine Vorrangstellung bei der Vierschanzentournee untermauert und geht als Sieger vom Bergisel als Topfavorit in das abschließende Springen in Bischofshofen am Dreikönigstag.
Der Slowene liegt nun 19.7 Punkte in der Gesamtwertung vor Severin Freund, und kaum einer zweifelt daran, dass sich Prevc den Gesamtsieg nicht mehr nehmen lassen wird. In Bischofshofen sind in der Vergangenheit zwar schon oft viele Punkte aufgeholt und liegengelassen worden, aber dass ein Prevc in dieser Form derart "abstürzen" wird, ist mehr als nur unwahrscheinlich.
So wird es wahrscheinlich wieder nichts mit dem ersten deutschen Gesamtsieg seit Sven Hannawalds Golden Slam 2002, aber dennoch dürfen die deutschen Adler zufrieden sein. Sogar mehr als das!
Sie treten in einer Stärke auf, wie lange nicht!
Severin Freund hat mit Platz 2 in Innsbruck seinen 3. Podestplatz beim 3. Springen errungen! - Eine Klasse-Serie, die in der Vergangenheit schon für den Tourneegesamtsieg reichte, aber in diesem Jahr ist ein Springer einfach besser: Peter Prevc.
Das gilt es neidlos anzuerkennen und sich gleichzeitig über die eigenen, ebenfalls erstklassigen Leistungen zu freuen!
Und Freund hat heute seine Stärke, vor allem die mentale, eindeutig unter Beweis gestellt: Beim heutigen Probedurchgang stürzte er nach Bestweite im Auslauf und dürfte vor dem ersten Durchgang eine gewisse Unsicherheit gespürt haben. Dass er diesen mit einer Weite von 122.5 m bei schlechten äußeren Bedingungen auf Platz 3 beendetet, verdient allergrößten Respekt!
In der Tagesschlussrechnung belegte Deutschland's Vorzeigespringer dann ebenso deutlich Rang 2, wie Peter Prevc den ersten Platz. Die Norweger Kenneth Gangnes und Johann Andre Forfang wurden auf den Plätzen 3 und 4 klar distanziert!
Auf Platz 5 ordnete sich Österreichs Geheimfavorit Michael Hayböck ein, der in der Gesamtwertung nun auf Rang vier hinter Kenneth Gangnes liegt. Diese beiden Springer dürften sich, wenn das Springen in Bischofshofen einigermaßen normal verläuft, um den dritten Podiumsplatz in der Gesamtwertung streiten.
Es scheint unwahrscheinlich, dass hier weitere Springer eingreifen können.
Erfreulich ist auch die mannschaftliche Geschlossenheit der deutschen Adler am Bergisel: Mit Andreas Wellinger als Sechstem und Andreas Wank sowie Richard Freitag auf den Rängen 9 und 10 kamen vier deutsche Springer in die Top 10. Das kann sich sehen lassen!
Es muss einem also nicht bange sein um die deutschen Skispringer: Sie bestimmen die Weltspitze eindeutig mit. Einziger Wehmutstropfen: Es ist in diesen Tagen einer besser: Peter Prevc aus Slowenien.
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