Die deutsche Handballnationalmannschaft hat einen großen Schritt Richtung Rio 2016 gemacht: Nachdem am Vortag das erste Platzierungspiel gegen Kroatien noch deutlich verloren wurde, schlugen die Mannen von Dagur Sigurdsson Slowenien am heutigen Nachmittag verdient mit 30:27 und haben damit die Teilnahme an einem der drei olympischen Qualifikationsturniere erreicht!
So hat die WM, die aus deutscher Sicht mit der Viertelfinalniederlage gegen Gastgeber Katar ihren negativen Höhepunkt erreicht hatte, für das DHB-Team doch noch einen versöhnlichen Ausgang gefunden: Der so wichtige 7. Platz wurde erreicht!
Nachdem die deutsche Mannschaft am gestrigen Freitag gegen Kroatien wiederum nicht an die starke Leistung in der Vorrunde und den Achtelfinalauftritt gegen Ägypten anknüpfen konnte, durften man im Vorfeld des Spiels gegen Slowenien berechtigte Zweifel haben, ob die DHB-Spieler im Kopf endlich wieder frei agieren und die Müdigkeit, die sich seit dem Aus gegen Katar wie Blei über die deutsche Mannschaft zu legen schien, würde besiegen können.
Und zu Beginn des Spiels gegen Slowenien sah es auch nicht unbedingt danach aus: Schnell geriet die deutsche Mannschaft in Rückstand, stand unsicher in der Abwehr und schien oft den berühmten letzten Schritt zu spät. Dann aber ersetzte der Bundestrainer im Tor den ein wenig unglücklich agierenden Carsten Lichtlein durch Silvio Heinevetter, und dieser Wechsel schien die Wende im Spiel einzuläuten: Die deutsche Mannschaft kam immer besser in's Spiel und ging mit einem 2-Tore-Vorsprung in die Pause.
Auch nach dem Wechsel ließ sich der Weltmeister von 2007 die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und siegte, nicht zuletzt aufgrund der 13 Tore von Kapitän Uwe Gensheimer, verdient mit 30:27!
Es dürften danach so manche Steine von den Seelen der Nationalspieler und Bundestrainer Sigurdsson gefallen sein!
Das DHB-Team hat es geschafft und ist nach dem Viertelfinal-Aus wiedererstarkt zurück gekommen und darf zurecht stolz darauf sein, sich wieder zur erweiterten Weltspitze zählen zu dürfen!
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