Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer präsentieren sich bis dato bei den Deutschen Meisterschaften in guter Form und auf dem richtigen Weg in Richtung Olympische Spiele in Peking.
Den bisherigen Höhepunkt der nationalen Titelkämpfe in Berlin stellen bislang zweifelsohne die Europarekorde durch Sarah Poewe 1:07,10 Minuten über die 100m Brust und durch Helge Meeuw in 0:53,10 Minuten über die 100m Rücken dar - Zeiten, die von Olympia-Edelmetall träumen lassen. Aber auch Deutsche Rekorde purzelten bei den bislang 3 Schwimmtagen bereits: Paul Biedermann, frischgebackener Europameister von Eindhoven, schwamm über seine Paradestrecke, die 200m Freistil, in 1:46,37 Minuten erneut Deutschen Rekord und dürfte für Peking bestens gerüstet sein. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht nur die arrivierten, älteren Schwimmer sind, die die Kastanien aus dem Feuer oder vielmehr die Medaillen aus dem Olympischen Schwimmbecken fischen können.
Freude gab es heute auch über die 200m Freistil der Damen. Nachdem die WM-Zweite von Melbourne, Annika Lurz, am gestrigen Samstag über die 400m Freistil noch denkbar knapp um 1 Zehntelsekunde an der Olympianorm scheiterte, bewies sie heute über ihre Paradestrecke in 1:57,83 Minuten, dass mit ihr nach überstandener Verletzungspause wieder zu rechnen ist. Sicherlich ist sie von ihrer Melbourne-Zeit noch ein wenig entfernt, aber angesichts ihrer aktuellen Entwicklung muss einem nicht Bange sein. Erfreulich ebenfalls, dass neben Lurz auch Petra Dallmann in 1:58,60 Minuten die Olympianorm unterboten hat und damit in Peking auch im Einzel an den Start gehen wird.
Im Vorfeld wurde viel über die Olympianorm diskutiert, dass zu viel von den Athleten verlangt wird, dass die Zeiten zu schnell sind. Zahlreiche Olympiaqualifikationen, gerade auch von jungen Schwimmerinnen, wie etwa durch Katharina Schiller über die 200m Lagen oder Sonja Schiller über die 100m Brust und ebenfalls die 200m Lagen, beweisen das Gegenteil. Neben diesen jungen Athletinnen haben auch die Arrivierten, wie Thomas Rupprath über die 100m Rücken und Steffen Deibler über die 200m Freistil das Ticket gelöst.
Hoffen wir daher, dass die Wettkämpfe während der nächsten Tage so erfolgreich weiter gehen werden und dass noch häufig die Olympianorm erreicht und evt. weitere Rekorde gebrochen werden.
Die Diskussionen um die freie Wahl der Anzüge, die auch in diesem Jahr wieder hohe Wellen wirft, mag man da eigentlich nicht mehr gerne hören. Um bestmögliche Leistungen bei Olympia erreichen zu können, sollte man vielleicht wirklich dem Wunsch vieler Athleten entsprechen, in ihren eigenen, altbewährten und bekannten Anzügen, auch wenn diese nicht den Namen Adidas tragen, an den Start gehen zu dürfen. Bundestrainer Madsen sprach zwar sicher nicht zu unrecht davon, dass sich vieles im Kopf abspielt, und man evt. nur glaubt mit dem vertrauten Material schneller sein und mit den möglicherweise ungeliebten Anzügen nicht das volle Leistungsvermögen abrufen zu können. Sicherlich steckt darin viel Wahrheit, aber wie oft hat nicht letztendlich der Kopf/ das gute Gefühl über Sieg und Niederlage entschieden. Aus diesem Grund wäre es zu wünschen, dass der DSV mit der Zeit geht und seinen Athletinnen und Athleten freie Anzugswahl zuspricht. - So könnte man sich auch besser auf das Wesentlich konzentrieren, und das heißt: Schwimmen, was das Zeug hält, und bei Olympia eine entscheidende Rolle im Kampf um die Medaillen mitzuspielen!
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen