Dabei musste Noka Serdarusic schon früh auf seinen Top-Mann Nikola Karabtic verzichten. Der Franzose war mit fünf Treffern grandios in die Partie gestartet, zog sich dann jedoch eine leichte Bänderdehung zu und saß zunächst auf der Bank. Vertreten wurde der Franzose vom tschechischen Nationalspieler Filip Jicha. Der Neuzugang vom TBV Lemgo ersetzte Karabatic ansatzlos, Tor um Tor warf der Tscheche, so dass Karabatic geschohnt werden konnte.
Mit einer 5-Tore-Führung gingen die Kieler in die Pause. In der zweiten Halbzeit überrollte der THW die Spanier regelrecht. Mit 13 Toren lag der Titelverteidiger teilweise in Front. Das Publikum in der Sparkassen-Arena tobte - es war die bekannte Hölle ...
41:31 hieß es zum Ende der Partie für den THW Kiel. - Ein überlegender und sicherer Sieg des Titelverteidigers, der auch in dieser Höhe verdient war, die Katalanen hatten in der zweiten Halbzeit doch deutlich nachgelassen, ihnen schien mitunter die Puste auszugehen. Damit gehen die Kieler mit einem dicken Polster in das Rückspiel am kommenden Sonntag beim FC Barcelona. - Es spricht sehr viel dafür, dass der THW wiederum ins Endspiel der Champions-League einziehen wird.
Im zweiten Halbfinale hieß es ebenfalls Deutschland gegen Spanien: Der HSV Hamburg musste auswärts bei Cuidad Real antreten. Die Hanseaten taten sich gegen die Königlichen mitunter sehr schwer. Zur Halbzeit lagen sie 18:14 zurück - ein Rückstand, mit dem der HSV hätte leben können. In der zweiten Halbzeit geriet die Truppe von Trainer Martin Schwalb jedoch immer mehr ins Hintertreffen: Cuidad, der Champions-League-Sieger des Jahres 2006, siegte letztendlich mit 34:27. - Sieben Tore Rückstand sind sicherlich nicht das Traumergebnis der Hamburger, aber auch machbar. Lassen wir uns daher überraschen, wie das Rückspiel am kommenden Sonntag in Hamburg ausgehen wird.
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