Zugegebener Maßen gelten die Zyprer nicht als die Fussball-Macht und sind mit den Tschechen nicht auf eine Stufe zu stellen. Aber unbestritten ist ebenfalls, dass es die sogenannten "Kleinen" im internationalen Fussball kaum noch gibt, was die Zyprer nicht zuletzt durch ihre mittlerweile 14 Punkte in der EM-Quali eindrucksvoll belegen. Ebenso ist das magere 1:1 aus deutscher Sicht aus dem Hinspiel noch in allzu guter Erinnerung.
Auf Wiedergutmachung nach der Niederlage von München sinnend, ging die Elf von Bundestrainer Joachim Löw von Beginn an engagiert und mit großem Siegeswillen zu Werke.
So fiel bereits in der 2. Minute durch den Bremer Clemens Fritz das 1:0. Die Vorlage zu diesem Tor lieferte der Münchener Lukas Podolski, der erstmals auf der linken Seite zum Einsatz kam. Die weiteren Tore erzielten Miroslav Klose in der 20. Minute und Lukas Podolski 8 Minuten nach Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit, ehe der Stuttgarter Thomas Hitzelsperger in der 82. Minute den 4:0 Endstand markierte.
Der Schütze zum 3:0, Lukas Podolski, war es auch, der diesem Spiel seinen Stempel aufdrückte: Er war an allen deutschen Treffern beteiligt, und sein Auftreten schien fast einer Wiederauferstehung gleich, nachdem er bei den Bayern immer noch nicht Fuß fassen konnte und von Ottmar Hitzfeld häufig nicht eingesetzt wurde.
Auch der in seinem Verein in den letzten Wochen unberücksichtigte Jens Lehmann machte seine Sache gut, lediglich bei einem Ausflug an die Strafraumgrenze sah er alles als souverän aus.
Nichtsdestotrotz wird es interessant sein, wie sich die Torwartfrage in der deutschen Nationalmannschaft entwickeln wird. Bleibt Jens Lehmann in Arsenal London und wird weiterhin von Arsene Wenger nicht berücksichtigt, könnte es schneller einen Wechsel im deutschen Tor geben, als Lehmann lieb ist. Andererseits vermag man es sich aber auch kaum vorstellen, dass ein Jens Lehmann dauerhaft bereit dazu ist, bei Arsenal nur die zweite Geige zu spielen.
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