Ryoyu Kobayashi hat am gestrigen Dreikönigstag mit Größen wie Kamil Stoch oder Björn Wirkola gleichgezogen und zum dritten Mal den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee unter Dach und Fach gebracht. Mit einem weiteren 2. Platz hinter Tagessieger Stefan Kraft ließ er der Konkurrenz in Bischofshofen keine Chance.
Auch Andreas Wellinger, der mit etwa 2,5 m Rückstand in das Abschlussspringen gegangen war und sich noch realistische Chancen auf den ersten deutschen Gesamtsieg nach 22 Jahren ausrechnete, hatte letztendlich das Nachsehen, zu schwach war der erste Sprunge des Ruhpoldiners auf 132 m, bei dem er weitere 5 m auf Kobayashi verloren hatte. So lag der 28 jährige nach dem ersten Durchgang lediglich auf dem 8. Platz, und es erschein dann doch sehr unwahrscheinlich, dass er die nun erforderlichen 10 m auf den japanischen Überflieger würde aufholen können. Zwar waren die 137 m ein guter Abschluss der Tournee für Wellinger, aber mit 139 m lag Kobayashi wiederum vor dem Olympiasieger von 2018.
So sind es letztendlich etwa 25 Punkte, die Kobayashi zum Ende vor Wellinger in der Gesamtwertung liegt. Dennoch bleibt ein guter 2. Gesamtrang von Andreas Wellinger, auf den das deutsche Team stolz sein kann, auch wenn momentan aber doch eher die Enttäuschung überwiegen dürfte, zu groß war die Möglichkeit, endlich das Erbe Sven Hannawalds anzutreten - 2002 der letzte deutsche Gesamtsieger der Vierschanzentournee.
Wellinger kann aber auch so auf eine erfolgreiche Tournee zurückblicken. Er sicherte den 2. Gesamtrang letztendlich deutlich vor dem Mann in Gelb, Stefan Kraft, und dürfte vor allem einen Moment in Erinnerung behalten: Die Siegerehrung in Oberstdorf, als für ihn vor über 25000 Zuschauern die deutsche Nationalhymne an der Schattenbergschanze ertönte. - Gänsehaut pur!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen