Samstag, 29. Dezember 2012

Vierschanzentournee: Favoritencheck

Am morgigen Sonntag beginnt die 61. Auflage der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee. Seit langem verspricht diese Traditionsveranstaltung wieder einmal ein wahres deutsch-österreichisches Freudenmärchen werden zu können. Sind doch die deutschen Springer seit langem, eigentlich seit Sven Hannawalds Zeiten, wieder einmal zu dem Kreis der Favoriten zu zählen. Dass die Österreicher mit ihrem Vorspringer Gregor Schlierenzauer wieder um den Gesamtsieg mitspringen werden, ist kaum der Erwähnung wert. Aber die österreichische Dominanz der letzten Jahre, scheint ein wenig gebrochen.
Hatte bereits der Norweger Anders Bardal dem "Schlieri" den Gesamtweltcupsieg im vergangenen Jahr noch knapp vor der Nase weggeschnappt, sind es jetzt vor allem die deutschen Springer, die zu Dauergästen auf dem Siegerpodest geworden sind. Neben der deutschen Nummer 1, Severin Freund, der in diesem Winter bereits mehrfach das Gelbe Trikot tragen durfte, sind ebenfalls Richard Freitag, der sich endlich an den neuen Springanzug gewöhnt zu haben scheint, Shootingstar Andreas Wellinger, der mit seiner Unbekümmertheit und vor allem Konstanz nicht nur die Skisprung-Fachwelt überrascht, und nicht zuletzt Altstar Michael Neumayer, der die heutige Quali in Oberstdorf als Tagesbester beendete, zu nennen.
Ob es zu einem deutschen Gesamtsieg reichen wird, bleibt abzuwarten, aber sicherlich haben die deutschen Adler beste Chancen um Tagessiege mitzuspringen.
Wer ist neben den deutschen Springer und dem Vorjahressieger Gregor Schlierenzauer noch zu nennen? - Da wäre vor allem Schlierenzauers Teamkollege und Gesamtsieger von 2010, Andreas Kofler. Hinter dem Gesamtsieger von 2012, dem Doppelolympiasieger von Turin, Thomas Morgenstern, steht noch ein Fragezeichen, aber abzuschreiben ist der Kärtner auch nicht.
Wie sieht es mit anderen Nationen aus? Da fallen zunächst die Norweger mit dem Gesamtweltcupsieger Anders Bardal und Rückkehrer Anders Jacobsen ein, seines Zeichen Tournee-Gesamtsieger von 2007. Aber ob sie ganz vorne landen können, ist eher fraglich.
Dass ein Kamil Stoch ganz vorne landen wird, darf angezweifelt werden, auch wenn sein Name immer wieder genannt wird. Ein Platz auf dem Stockerl ist dem Polen durchaus zuzutrauen, aber dass er bei insgesamt acht Springen konstant vorne mit dabei sein wird, dürfte schwierig werden.
Nun denn, warten wir es ab, wer das Rennen machen wird. Als große Favoriten dürften aber in jedem Fall Schlierenzauer, Kofler und Freund genannt werden.

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