Sonntag, 20. April 2008

Schwimmerinnen und Schwimmer bei Deutschen Meisterschaften in Olympiaform

Die deutschen Schwimmerinnen und Schwimmer präsentieren sich bis dato bei den Deutschen Meisterschaften in guter Form und auf dem richtigen Weg in Richtung Olympische Spiele in Peking.
Den bisherigen Höhepunkt der nationalen Titelkämpfe in Berlin stellen bislang zweifelsohne die Europarekorde durch Sarah Poewe 1:07,10 Minuten über die 100m Brust und durch Helge Meeuw in 0:53,10 Minuten über die 100m Rücken dar - Zeiten, die von Olympia-Edelmetall träumen lassen. Aber auch Deutsche Rekorde purzelten bei den bislang 3 Schwimmtagen bereits: Paul Biedermann, frischgebackener Europameister von Eindhoven, schwamm über seine Paradestrecke, die 200m Freistil, in 1:46,37 Minuten erneut Deutschen Rekord und dürfte für Peking bestens gerüstet sein. Er ist ein gutes Beispiel dafür, dass es nicht nur die arrivierten, älteren Schwimmer sind, die die Kastanien aus dem Feuer oder vielmehr die Medaillen aus dem Olympischen Schwimmbecken fischen können.

Freude gab es heute auch über die 200m Freistil der Damen. Nachdem die WM-Zweite von Melbourne, Annika Lurz, am gestrigen Samstag über die 400m Freistil noch denkbar knapp um 1 Zehntelsekunde an der Olympianorm scheiterte, bewies sie heute über ihre Paradestrecke in 1:57,83 Minuten, dass mit ihr nach überstandener Verletzungspause wieder zu rechnen ist. Sicherlich ist sie von ihrer Melbourne-Zeit noch ein wenig entfernt, aber angesichts ihrer aktuellen Entwicklung muss einem nicht Bange sein. Erfreulich ebenfalls, dass neben Lurz auch Petra Dallmann in 1:58,60 Minuten die Olympianorm unterboten hat und damit in Peking auch im Einzel an den Start gehen wird.

Im Vorfeld wurde viel über die Olympianorm diskutiert, dass zu viel von den Athleten verlangt wird, dass die Zeiten zu schnell sind. Zahlreiche Olympiaqualifikationen, gerade auch von jungen Schwimmerinnen, wie etwa durch Katharina Schiller über die 200m Lagen oder Sonja Schiller über die 100m Brust und ebenfalls die 200m Lagen, beweisen das Gegenteil. Neben diesen jungen Athletinnen haben auch die Arrivierten, wie Thomas Rupprath über die 100m Rücken und Steffen Deibler über die 200m Freistil das Ticket gelöst.

Hoffen wir daher, dass die Wettkämpfe während der nächsten Tage so erfolgreich weiter gehen werden und dass noch häufig die Olympianorm erreicht und evt. weitere Rekorde gebrochen werden.
Die Diskussionen um die freie Wahl der Anzüge, die auch in diesem Jahr wieder hohe Wellen wirft, mag man da eigentlich nicht mehr gerne hören. Um bestmögliche Leistungen bei Olympia erreichen zu können, sollte man vielleicht wirklich dem Wunsch vieler Athleten entsprechen, in ihren eigenen, altbewährten und bekannten Anzügen, auch wenn diese nicht den Namen Adidas tragen, an den Start gehen zu dürfen. Bundestrainer Madsen sprach zwar sicher nicht zu unrecht davon, dass sich vieles im Kopf abspielt, und man evt. nur glaubt mit dem vertrauten Material schneller sein und mit den möglicherweise ungeliebten Anzügen nicht das volle Leistungsvermögen abrufen zu können. Sicherlich steckt darin viel Wahrheit, aber wie oft hat nicht letztendlich der Kopf/ das gute Gefühl über Sieg und Niederlage entschieden. Aus diesem Grund wäre es zu wünschen, dass der DSV mit der Zeit geht und seinen Athletinnen und Athleten freie Anzugswahl zuspricht. - So könnte man sich auch besser auf das Wesentlich konzentrieren, und das heißt: Schwimmen, was das Zeug hält, und bei Olympia eine entscheidende Rolle im Kampf um die Medaillen mitzuspielen!

Samstag, 12. April 2008

Werder Bremen Nase vorn im Kampf um die Champions League Plätze

Werder Bremen hat durch den heutigen 5:1-Sieg über den FC Schalke 04 den Kampf um die Champions-League-Plätze hinter dem FC Bayern München wieder spannend gemacht: Platz 2 und 3 trennen ganze drei Punkte. Und auch der VfB Stuttgart, weitere 2 Punkte zurückliegend, hat noch alle Chancen, er tritt morgen in Leverkusen an, die am vergangenen Donnerstag bekanntlich an Zentit St. Petersbrug gescheitert sind und das UEFA-Cup-Halbfinale gegen Bayern München verpasst haben.

Werder Bremen hingegen hat heute eine wahre Meisterleistung vollbracht. In der 1. Halbzeit war es noch eher ein ausgeglichenes Spiel, bei der zwar die Mannschaft von der Weser durch die Tore von Frank Baumann und Boubocar Sanogo 2:0 in Führung ging, aber bei der Schalke immer auf der Höhe des Geschehens war, wie nicht zuletzt Kevin Kurany durch seinen Anschlusstreffer zum 2:1 unter Beweis stellen konnte.
Nach der Halbzeitpause hingegen spielte fast nur eine Mannschaft: Der SV Werder Bremen. Spätestens nach dem 3:1 durch Markus Rosenberg war den Schalkern der Zahn gezogen, und sie agierten nur noch recht passiv. Ivan Klasinic, der in der zweiten Halbzeit für den Torschützen Rosenberg kam, wurde seiner derzeitigen Jokerrolle gerecht und erzielte die Treffer 4 und 5. - Und im ausverkauften Weserstadion hallten die Freudengesänge der Fans weit über das Stadion hinaus...

Da der Hamburger SV vor heimischer Kulisse gegen den abstiegsbedrohten MSV Duisbur schwächelte und 0.1 verlor, rückte Werder durch diesen unerwartet hoch ausgefallenen Sieg auf Platz 2 hinter den enteilten Bayern vor. Die Tabellenspitze dürfte für das Team von Thomas Schaaf unerrreichbar sein, zu dominant scheinen die mit 7 Punkten und am morgigen Sonntag gegen Dortmund spielenden Bayern zu sein, aber ein Champions-League-Platz ist nach diesem Sieg gegen den direkten Konkurrenten Schalke mehr als nur möglich. - Sein wir daher gespannt, was die letzten Spieltage bringen werden.

Sonntag, 6. April 2008

Handball Champions-League: Souveräner Sieg des THW Kiels über FC Barcelona

Im Halbfinal-Hinspiel der Handball Champions-League traf der Titelverteidiger THW Kiel heute auf den FC Barcelona. Es wurde eine Partie der Extra-Klasse: Vor allem der THW-Kiel spielte in grandioser Form auf, hohes Tempo, unglaublich durchsetzungsstark vor dem Tor der Katalanen, sicher in der Abwehr und bestens mit Thierry Omeyer im Tor besetzt.
Dabei musste Noka Serdarusic schon früh auf seinen Top-Mann Nikola Karabtic verzichten. Der Franzose war mit fünf Treffern grandios in die Partie gestartet, zog sich dann jedoch eine leichte Bänderdehung zu und saß zunächst auf der Bank. Vertreten wurde der Franzose vom tschechischen Nationalspieler Filip Jicha. Der Neuzugang vom TBV Lemgo ersetzte Karabatic ansatzlos, Tor um Tor warf der Tscheche, so dass Karabatic geschohnt werden konnte.

Mit einer 5-Tore-Führung gingen die Kieler in die Pause. In der zweiten Halbzeit überrollte der THW die Spanier regelrecht. Mit 13 Toren lag der Titelverteidiger teilweise in Front. Das Publikum in der Sparkassen-Arena tobte - es war die bekannte Hölle ...
41:31 hieß es zum Ende der Partie für den THW Kiel. - Ein überlegender und sicherer Sieg des Titelverteidigers, der auch in dieser Höhe verdient war, die Katalanen hatten in der zweiten Halbzeit doch deutlich nachgelassen, ihnen schien mitunter die Puste auszugehen. Damit gehen die Kieler mit einem dicken Polster in das Rückspiel am kommenden Sonntag beim FC Barcelona. - Es spricht sehr viel dafür, dass der THW wiederum ins Endspiel der Champions-League einziehen wird.

Im zweiten Halbfinale hieß es ebenfalls Deutschland gegen Spanien: Der HSV Hamburg musste auswärts bei Cuidad Real antreten. Die Hanseaten taten sich gegen die Königlichen mitunter sehr schwer. Zur Halbzeit lagen sie 18:14 zurück - ein Rückstand, mit dem der HSV hätte leben können. In der zweiten Halbzeit geriet die Truppe von Trainer Martin Schwalb jedoch immer mehr ins Hintertreffen: Cuidad, der Champions-League-Sieger des Jahres 2006, siegte letztendlich mit 34:27. - Sieben Tore Rückstand sind sicherlich nicht das Traumergebnis der Hamburger, aber auch machbar. Lassen wir uns daher überraschen, wie das Rückspiel am kommenden Sonntag in Hamburg ausgehen wird.