Viertes Speedrennen bei den alpinen Skiweltmeisterschaften von Cortina d'Ampezzo - dritte Silbermedaille für den DSV! - Unglaublich, auf ein solch erfolgreiches Auftreten konnte man im Vorfeld bestensfalls hoffen, aber damit rechnen?!
Nachdem Romed Baumann im Auftaktrennen der WM Silber im Super-Ski hinter Vincent Kriechmayr gewinnen konnte, fuhr Kira Weidle gestern in der Abfahrt sensationell ebenfalls auf den Silberrang. Weidle, bislang im Weltcup noch nie auf das Siegerpodest gefahren, musste sich um 20 Hunderttselsekunden nur der Weltmeisterin Corine Sutter aus der Schweiz geschlagen geben und kam noch vor der neuen Super-Ski-Weltmeisterin Lara Gut-Behrami, ebenfalls aus der Schweiz, ein! Eine Wahnsinnsleistung dieser Vizeweltmeistertitel der Stuttgarterin!
Heute stand dann nun die Köngisdiziplin, die Abfahrt der Herren auf dem Programm: Aus deutscher Sicht stand im Vorfeld vor allem Thomas Dreßen im Fokus, der nach über 300-tägiger Verletzungpause in Cortina in sein erstes Rennen ging, es aber nur auf Rang 18 beenden konnte. Dennoch kann man von einem erfolgreichen Comeback sprechen.
Ins Rampenlicht fuhr hingegen ein anderer Deutscher, der ähnlich wie Weidle, es auch noch nicht auf das Weltcupodium schaffen konnte: Andreas Sander, der bislang die Saison seines Lebens fährt und regelmäßig in den Top-Ten landete. Daher gab es schon die berechtigte Hoffnung, dass Sander es, wenn ihm einmal ein richtig guter Lauf gelingen würde, auch einmal nach vorne packen würde, aber das ihm dieses ausgerechnet bei der WM gelingen würde ... - das ist schon ein Wintermärchen!!
Kommen wir zum Rennen: Vincent Kriechmayr ging mit der Nummer 1 in's Rennen und brachte eine gute Fahrt nach unten, aber zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner einschätzen, was diese wirklich wert sein würde. Mit Startnummer 2 kam dann Andreas Sander, der es mit dem kleinsten aller Rückstände, 0,01 Sek. hinter Kreichmayr in's Ziel schaffte.
Die folgenden Starter sollten nun zeigen, dass diesen Beiden eine von oben bis unten sehr gute Fahrt gelungen ist, mit den wenigsten Fehlern aller Starter. Denn weder der Lokalmatador Domink Paris und große Favorit, am Ende 4., weder Beat Feuz, der Kugelblitz und Streifsieger dieses Jahres aus der Schweiz, 17 Hunderstelsekunden hinter Sander zum Abschluss auf dem Bronzerang und auch nicht der Doppel-Olympiasieger aus Österreich, Matthias Mayer aus Österreich, der gar ausschied, kamen an Kriechmayr und Sander heran.
Und so fährt Kriechmayr tatsächlich seinen zweiten WM-Titel von Cortina ein, und Sander wird denkbar knapp Vizeweltmeister! - Die alpine Skiwelt verbeugt sich!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen