Freitag, 21. Februar 2014

Debakel für deutsche Biathletinnen

Das Debakel der deutschen Biathletinnen bei den Olympischen Spielen in Sotschi ist perfekt: Auch im abschließenden Staffelrennen gab es nicht das ersehnte Edelmetall. Nach den Staffelplätzen 1, 2 und 2 in dieser Weltcupsaison gab es durchaus Hoffnung, aber diese wurde leider nicht erfüllt, sondern es gab einen Absturz auf Rang 11!
Dieses Staffelrennen war beinahe bezeichnend für das Auftreten der deutschen Biathletinnen in Sotschi: Gleich in der ersten Runde kam das Küken der Mannschaft, Franziska Preuß, zu Fall, verlor einen Stock und hatte zudem Schnee in der Waffe und schon nach dem ersten Schießen mehr als 2 Minuten Rückstand. - Die Medaille war in weiter Ferne, und dabei bleib es leider. Die drei anderen Läuferinnen, Andrea Henkel, Franziska Hildebrand und Laura Dahlmeier, schossen zwar gut, konnten aber auch kaum Zeit gut machen, sondern verloren weiter.
Franziska Preuß dürfte mehr als nur bedient sein und es bleibt zu hoffen, dass eines der größten Talente im Biathlonteam dieses schreckliche Rennen möglichst schnell vergisst und wegsteckt.

Das Abschneiden der deutschen Biathletinnen in Sotschi ist somit das mit Abstand schlechteste bei Olympia: Seit Aufnahme der Biathletinnen in das olympische Programm 1992 gab es immer reichlich Edelmetall. Vorbei scheinen die Zeiten einer Petra Behle, einer Antje Misersky, einer Uschi Disl, Kati Wilhelm oder Martina Glagow, und nicht zuletzt einer Magdalena Neuner.
Mit dem Abschied von Andrea Henkel, ihres Zeichens ebenfalls mehrfache Olympiasiegerin und Weltmeisterin, sieht es nicht allzu rosig im deutschen Team aus.
Es gibt zwar durchaus vielversprechende Talente, wie Laura Dahlmeier und auch die heute so unglücklich agierende Franziska Preuß, aber den Sprung an die Weltspitze haben sie (noch) nicht geschafft.

Zum enttäuschenden Abschneiden der deutschen Biathletinnen in Sotschi passt auch der heute bekannt gewordene Dopingfall von Evi Sachenbacher-Stehle, in Sotschi bislang der Lichtblick im deutschen Team, die im Massenstart mit Platz 4 noch ganz knapp an einer Medaille vorbei gelaufen war: Nach bisherigen Kenntnissen soll Sachenbacher-Stehle die Dopingsubstanz ohne ihr Wissen über ein Nahrungsergänzungsmittel zu sich genommen haben. Ob dem tatsächlich so war, wird man wohl nie ganz sicher feststellen können. Fest steht, dass durch diesen, momentan unglücklich erscheinenden, Dopingfall der deutsche Biathlonsport in Sotschi ein noch traurigeres Bild abgibt, als ohnehin schon.
Bleibt jetzt nur noch zu hoffen, dass es die Herren morgen beim abschließenden Staffelrennen es besser machen und zu der ersehnten Olympiamedaille laufen!

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