Mittwoch, 6. Januar 2010

Showdown in Bischofshofen

Es ist angerichtet für den großen Showdown der diesjährigen Vierschanzentournee: In Bischofshofen fällt heute die Entscheidung, wer Nachfolger des Vorjahressiegers Wolfgang Loitzl werden wird.
Man könnte auch sagen: Der Wettstreit Austria gegen den Rest der Welt geht in die entscheidende Runde.
4 Österreicher liegen derzeit unter den Top-Sechs der Gesamtwertung. Nur der wieder erstarkte Finne Janne Ahonen sowie der Schweizer-Olympiasieger Simon Ammann haben es gschafft, ihn diese rot-weiß-rote Farlanz einzubrechen. Es erscheint so auch als wahrscheinlich, dass der neue Gesamtsieger ebenfalls aus dem Lager der Österreicher kommen wird. Dabei gilt der noch auf Gesamtrang 2 rangierende Gregor Schlierenzauer noch vor dem derzeit führenden Andreas Kofler als Top-Anwärter auf den Gesamtsieg. Umgerechnet 8m liegt "Schlieri" hinter dem Oberstdorf-Sieger Kofler - ein Rückstand, den der Flieger Schlierenzauer heute durchaus ausgleichen könnte.
Dass der Titelverteidiger Loitzl, derzeit Gesamt-Dritter, noch in die Entscheidung wird eingreifen können, erscheint unter normalen Bedingungen eher unwahrscheinlich. Vielmehr ist zu erwarten, dass er sich des Angriffs des Tournee-Rekordsiegers Ahonen erwehren muss. Ahonen, der nach einem Jahr Pause erst in Oberstdorf wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat, ist in Bischofshofen einiges zuzutrauen. Aber ein Sprung bis auf Platz 1, was gleichbedeutend mit seinem 6. (!) Gesamtsieg wäre?! - Nein, daran mag man trotz der Klasse und Erfahrung Ahonen's doch eher nicht glauben, aber bekanntermaßen kann bei zwei Springen einiges passieren.

Nun denn, warten wir ab, was heute auf der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen passieren wird. Der Tip an dieser Stelle, wie die Gesamtwertung am Ende des Tages aussehen wird: 1. Schlierenzauer, 2. Kofler, 3. Ahonen, 4. Ammann, 5. Loitzl, 6. Morgenstern.
Mal schauen, ob die Springer dieses auch so sehen.

Leider spielen die deutschen Adler in der Gesamtwertung keine Rolle mehr. Dennoch hofft man im deutschen Lager auf Wiedergutmachung für die schwachen Ergebnisse der bisherigen drei Springen, die für das bislang schlechteste Abschneiden deutscher Adler bei der Vierschanzentournee stehen.
Nach dem Aufwärtstrend in Innsbruck scheint es weiter bergauf zu gehen. Zumindest lässt dieses der dritte Rang in der Qualifikation durch Michael Uhrmann erhoffen.