Paul Biedermann hat aus deutscher Sicht für einen goldigen Einstand bei den Schwimmweltmeisterschaften von Rom gesorgt: Über seine Nebenstrecke 400m Freistil schwamm der Hallenser nicht nur zu Gold, sondern auch zu einem neuen Weltrekord! - Damit ist das erste deutsche Gold über die 400m seit 1991, als Jörg Hoffmann in Perth letztmals zum WM-Titel schwamm, perfekt!
Dieser Sieg kam nicht nur für Biedermann überraschend, sollte sein Meisterstück doch eigentlich über die 200m Freistil erbracht werden. Dass es bereits über die doppelt so lange Distanz mit dem Titel geklappt hat, lässt hoffen, dass er, nun befreit aufschwimmend, über seine eigentliche Paradestrecke nochmals zu Edelmetall schwimmen kann.
Michael Phelps, achtfacher Olympiasieger von Peking, wird in jedem Fall spätestens jetzt auf den Europarekordler aufmerksam geworden sein.
Im Sog von Paul Biedermann schwamm die 4x100 m Freistil-Staffel der Damen ebenfalls zu Edelmetall. In einem packenden Finale, bei dem Britta Steffen als Startschwimmerin in 52.22sec einen neuen Weltrekord aufstellte , wiesen die Holländerinnen mit Schlussschwimmerin Marleen Veldhuis das deutsche Quartett Britta Steffen, Daniela Samulski, Petra Dallmann und Daniela Schreiber in Weltrekordzeit denkbar knapp auf den Silberrang. Bronze ging an Australien.
Damit hat das deutsche Team bereits 50% der angestrebten 4 Medaillen erreicht. - Das ist mehr als nur ein erfolgreicher Auftakt! Zudem es durch Annika Mehlhorn über die 100m Schmetterling ebenso einen neuen deutschen Rekord gab wie durch Hendrik Feldwehr über die 100m Brust. Feldwehr schwamm gar die drittbeste Zeit der beiden Halbfinalläufe und steht damit sicher im Finale über die einstige deutsche Durststrecke.
Insgesamt gab es bereits am ersten Tag der Schwimmwettbewerbe die erwartete Rekordflut. Durch die neuen Superanzüge begünstigt, purzelten die Weltrekorde fast auf jeder Strecke. - Eine Entwicklung, die die FINA durch ein mögliches Verbot dieser Superanzüge ab 2010 stoppen möchte. Warten wir aber ab, wie sich diese Anzugfrage tatsächlich entwickeln wird, zu viel wurde in der letzten Zeit diskutiert und in Aussicht gestellt.
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